Der amerikanische Forscher Craig Venter hat wohl die bedeutenste Entdeckung, nicht nur diesen Jahres oder Jahrhunderts, sondern der menschlichen Geschichte gemacht: Er hat künstliches Leben geschaffen!
Und? Haben Sie davon gewußt oder zumindest davon gehört? Wohl kaum. Wie denn auch, war es nur eine dünne Nachricht von wenigen Sekunden wert. Keine Ethikdiskussion. Kein Aufschrei der Moralapostel. Nichts, als das Schweigen im Wald.
Nachrichten über das Flugzeug, mit dem unsere Nationalmannschaft nach Afrika fliegt, oder die Eskapaden von Menowin waren wichtiger. So relativiert sich das Gejammer der etablierten Medien (Zeitungen und Fernsehen), dass sie zunehmend Gewicht gegenüber dem Internet verlieren. Wer nicht mehr in der Relevanz unterscheidet und sein Publikum mit Nichtigkeiten berieselt, macht die Konkurrenz stark. Blogger, Twitter und Co. brauchen sich nicht groß anstrengen, nur einfach ihren Job machen. Der Zulauf kommt automatisch, weil die Nutzer regelrecht zu ihnen getrieben werden.
Allerdings laufen hier noch zwei negative Tendenzen einher. Kommunikation bedeutete früher die direkte Interaktion mindestens zweier Menschen. Dank Twitter wird Heute blind ins große Nichts gerufen. Unabhängig davon, ob es Jemanden interessiert oder angefordert wurde und ohne Erwartung einer Anwort. Kommunikation ist Heute keine Dialog mehr, sondern Monolog. Nichts anderes als Selbstgespräche.
Zum Anderen fördert dieser oberflächliche Journalismus den Nachlass an Kritikfähigkeit. Anders ausgedrückt, das Publikum wird weniger kritisch. Hier laufen wir Gefahr, dass wir Alles hinnehmen, was uns aufgetischt wird. Direkte Manipulation durch die Presse wird die Folge sein. Natürlich wird die Politik dieses Instrument leidlich ausnutzen. Meiner Meinung nach stecken wir aber schon geraume Zeit in dieser Falle fest. Wir hinterfragen und wehren uns nicht mehr und müssen damit leben, für Dumm verkauft zu werden. Traurige Aussichten, aber die Wahrheit. Wer hier seine Augen verschließt, ist schon erfolgreich vernebelt worden.
Quelle:
Warum redet niemand mehr über die wichtigen Dinge









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